Ausschreibung, Marokko: Meerwasserentsalzung Sidi Ifni Bau einer Entsalzungsanlage und 2 Wassertransferleitungen, Sanierung bzw. Modernisierung des Wasserversorgungsnetzes

Land: Marokko

Finanzierung: KfW-Entwicklungsbank

EMA-Referenznummer: #15625

Vorgesehene Leistung:

Im Rahmen der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) unterstützt die Bundesrepublik ein Entwicklungsvorhaben in Marokko. Ziel des Projekts ist die Sicherung der kontinuierlichen, nachhaltigen und bedarfsgerechten Versorgung mit hygienisch unbedenklichem, den marokkanischen Normen entsprechendem Trinkwasser in der südlichen Küstenregion um die Städte Sidi Ifni, Tiznit und Tlat Lakhsass. Das soll durch die Erweiterung und Verbesserung der Trinkwasserversorgung mittels Meerwasserentsalzung erreicht werden.
Vorgesehen ist die Errichtung einer Meerwasserentsalzungsstation (Umkehrosmose, Trinkwasserproduktionsleistung 8.640 Kubikmeter (cbm)/Tag) etwa 60 km nördlich der Stadt Sidi Ifni. Zusätzlich ist der Bau von zwei Transferleitungen (Sidi Ifni – Tiznit, DN 400-500 mit einer Länge von 45 km sowie Tiznit – Tlat Lakhssas, DN
160-315, Länge 39 km) in die zusätzlich zu versorgenden Gebiete geplant. Darüber hinaus soll die Sanierung der Verteilungsnetze in der Region Guelmim Oued Noun, insbesondere in den Städten Sidi Ifni und Ouled Teima, finanziert werden.
Die Entsalzungsanlage wird konzeptionell bereits für eine Verdopplung ihrer Produktionskapazität ausgelegt werden. Damit könnte die Anlage in einer zukünftigen zweiten Phase mit einer zusätzlichen Kapazität von 100 l/s bzw. 8.640 cbm/d erweitert werden, sodass die Gesamtkapazität der Meerwasserentsalzungsanlage im Endausbau 17.280 cbm/d betragen würde. Dadurch würde auch langfristig das prognostizierte Trinkwasserdefizit in der Projektregion bedient werden können.
Die Gesamtlaufzeit des Projekts wird auf insgesamt etwa fünf Jahre geschätzt. Die Bauarbeiten der Regional-und Zuleitungen sollen bereits im 4. Quartal 2018 bzw. im 1. Quartal 2019 beginnen, der Bau der Meerwasserentsalzungsanlage ist für das 2. Quartal 2019 beabsichtigt. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Anfang 2022 vorgesehen. Die Sanierung bzw. Modernisierung des Wassererteilungsnetzes soll punktuell über die gesamte Projektdauer erfolgen.

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